Das Auge isst mit
Wer vom Bahnhof aus mit der S-Bahn die zehn Minuten zum Hotel East fährt, erlebt gleich bei der Anreise Hamburg-Kult live: Er steigt nämlich an der Haltestelle »Reeperbahn« aus und läuft dann ein Stück die »Große Freiheit« hinauf. Mit dem Taxi dauert es genauso lang, ist aber längst nicht so lustig. Vom Flughafen aus braucht es – Stoßzeiten ausgenommen – etwa 20 Minuten und auch zur A 7 benötigt man nur zehn Minuten. Vom und zum Hafen kommt man locker zu Fuß – vielleicht gibt’s ja noch Gäste, die mit dem Ozeandampfer anreisen. Ihre Schrankkoffer sollten diese dann aber besser transportieren lassen. Parkplätze gibt es in der hoteleigenen Tiefgarage für 14 Euro à 24 Stunden und in den umliegenden Parkhäusern – das Parken in Letzteren kann vor allem abends und am Wochenende erforderlich werden, wenn Hamburgs Szenepublikum das East bevölkert. Ach ja – das Hotel liegt zwar in der Nähe der bekannten Amüsiermeile, aber weit genug entfernt, um davon nicht negativ beeinträchtigt zu werden.
Wertung: sehr gut
Wertung: sehr gut

bei dieser Kategorie um die günstigste verfügbare handelt und es durchaus noch teurere Zimmer gibt. Im Sinne des Gastes wäre hier, gleich zwei Alternativen anzubieten, im Sinne des Hotels, wenn der Mitarbeiter diese »von oben nach unten« verkaufen würde. Darüber hinaus fragt Frau K. zwar nach, ob ich schon ei nmal Gast im East gewesen sei, nimmt meine Verneinung jedoch nicht zum Anlass, um mir das Hotel kurz vorzustellen bzw. mir dies anzubieten. Was ich wissen will, muss ich infolgedessen selbst erfragen. Immerhin empfiehlt mir die freundliche Dame, die angefragte Massage frühzeitig zu buchen. Schade auch, dass sie mein offenkundiges Interesse am Haus nicht dazu nutzt, mir Zusatzleistungen wie eine Tischreservierung im Restaurant anzubieten. Als ich bei der Aufnahme meiner Daten die Kreditkartennummer nicht parat habe, bietet mir Frau K. netterweise an, diese bei der Rückbestätigung der E-Mail anzugeben. Insgesamt agiert die Mitarbeiterin zuvorkommend; zum Schluss bedankt sie sich für die Reservierung und wünscht mir eine gute Anreise. Die Bestätigung trifft unmittelbar nach dem Telefonat ein und gibt alle Daten der Reservierung korrekt wieder. Sie bietet mir nun auch die Möglichkeit, in Form eines Ankreuzverfahrens eine Restaurantreservierung vorzunehmen.
Wertung: gut
Zum Zeitpunkt meines Besuches ist die Straße rund um das Hotel aufgerissen und präsentiert sich als Baustelle. Zum Halten kann man lediglich den Taxistandplatz vor dem Eingang nutzen. Diesem täte es mehr als gut, Bekanntschaft mit einem Besen zu machen. Die Backsteinfassade des historischen Gebäudeteils wirkt imposant und gepflegt; der Hoteleingang selbst ist allerdings relativ unspektakulär, sodass ich fast daran vorbeifahre. Eine Automatiktür würde das Eintreten deutlich erleichtern – vor allem, wenn der Gast mehr als nur ein Gepäckstück bei sich trägt, was auch bei Businessreisenden nicht ungewöhnlich ist. Apropos Gepäck – dieses muss ich zur Rezeption tragen, da ein Gepäckwagen erst im hinteren Teil der Lobby vor den Aufzügen steht.
Wertung: befriedigend
Die Rezeption muss man erst einmal finden: Sie liegt ganz am Ende des Eingangsbereiches, in dem Lobby, Lounge und Bar ineinander übergehen. Gedämpftes Licht, eine braun-beige Einrichtung sowie Farbakzente in Grün und Pink verströmen heimeliges Höhlenambiente. Auch an der Rezeption ist es ziemlich duster – und darüber hinaus niemand da. Ich tröste mich mit Fruchtgummis und Speckmäusen aus einem großen Glas. Nach zwei Minuten kommt aus dem etwas unglücklich platzierten, weil hinter einer Trennwand gelegenen Büro eine Mitarbeiterin. Ihr apartes Outfit samt passender Kette ist veilchenfarben – keine Privatkleidung, wie man meinen möchte, sondern ausgefallene Empfangsuniform. Das Namensschild der jungen Frau ist kaum zu entziffern, aber Frau S. lächelt einnehmend und entschuldigt sich dafür, dass sie mich warten ließ. Mein Zimmer ist wie gewünscht bezugsfertig und ich werde ordnungsgemäß eingecheckt. Zu beanstanden ist lediglich: Aufenthaltsdauer, gebuchter Zimmertyp sowie Raucherpräferenz werden nicht noch einmal abgeglichen und die Informationen zum Hotel könnten etwas üppiger ausfallen. Ich erfahre weder etwas zu Art und Öffnungszeiten der Restaurants und Bars, noch erhalte ich Informationen zum »East Sporting Club«. Als ich meinen Koffer die Stufen Richtung Gästetrakt hochwuchte, schaut die Mitarbeiterin besorgt um die Ecke und erkundigt sich, ob ich es allein schaffe. Sinnvoller wäre an dieser Stelle der Hinweis gewesen, dass es auch einen Aufzug gibt.
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